| Kurzfassung |
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Es wurden Versuche an feuerverzinkten Vierpunkt Biegeproben durchgeführt, bei denen untersucht wurde, wie sich unterschiedlich hohe Druck- und Zug-Beanspruchungen unter einer gleichzeitig wirkenden thermischen Aktivierung unterhalb der Schmelztemperatur der Zinküberzüge auf eine LMAC-(Liquid-Metal-Assisted-Cracking) Rissbildung auswirken. Während sich in den zugbeanspruchten Werkstoffvolumina eine interkristalline Rissbildung ausbildete, wiesen die druckbeanspruchten Bereiche selbst unter Verwendung einer mit Zinn und Blei legierten Zinkschmelze keinerlei Anzeichen einer Schädigung auf. Die ohne eine überlagerte Beanspruchung geprüften Flachproben zeigten erst bei einer mehrstündigen Auslagerung in unterschiedlich legierten Zinkschmelzen interkristalline Randdefekte in der Größenordnung einiger Kornlagen. Im Rahmen der Versuche konnte darüber hinaus sowohl die dominierende Wirkung der Legierungselemente Blei und Zinn für die interkristalline Rissbildung bestätigt, als auch an Hand des Verlaufs der Rissbildung im Gefüge die besondere Bedeutung des Werkstoffzustandes für das Eintreten einer LMAC-Schädigung nachgewiesen werden.
D. Körber, R. Landgrebe, J. Adelmann, H. Hoche, and M. Oechsner (2012). Liquid Metal Induced Crack Formation in Molten Zinc – a Damage Mechanism Driven by Diffusion and Stress. Practical Metallography: Vol. 49, No. 11, pp. 698-707. doi: 10.3139/147.110200 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X
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