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08.09.2016 (CEST)
Farbmetallographie von Aluminiumgusslegierungen
Laura García, Christian Dietz, Antonio J. Criado, and J.A. Martínez
Kurzfassung

Zur besseren Beobachtung des Mikrogefüges von Aluminiumgusslegierungen unter einem Lichtmikroskop wurde der Kontrast der verschiedenen Mikrobestandteile durch Verwendung eines Farbstoffs auf Kupferphthalocyaninbasis verbessert. Die vorgeschlagene Methode ermöglicht die Unterscheidung struktureller Details, die bei Untersuchung einer konventionell geätzten Probe verborgen geblieben oder unzureichend aufgelöst gewesen wären. Mit diesem Verfahren wird ein Hochrelief der Siliziumausscheidungen erzeugt, wobei die Färbung die Konturen betont und der Nachweis von morphologischen Veränderungen des Aluminium-Silizium-Eutektikums durch chemische Modifizierung mit Strontium möglich ist. Auch Magnesium Mikroabscheidungen in der α-Aluminium-Phase, die durch unsachgemäße Wärmebehandlung im Zuge der Vergütung verursacht werden, lassen sich deutlich erkennen. Die mittels optischer Mikroskopie erzielten Farbbilder sind sehr scharf und liefern ähnliche oder bessere Informationen, als die entsprechenden rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen. Dieses Verfahren erwies sich als geeignet für die Qualitätskontrolle in der Herstellung von Verbindungen aus Aluminiumgusslegierung, da mögliche Fehler bis zu den verschiedenen Prozessphasen zurückverfolgt werden können.

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Laura García, Christian Dietz, Antonio J. Criado, and J.A. Martínez (2014). Colour Metallography of Cast Aluminium Alloys. Practical Metallography: Vol. 51, No. 7, pp. 514-529. doi: 10.3139/147.110301 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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