Spin-Glas beschreibt magnetische Legierungen oder Oxide mit zufällig frustrierten Wechselwirkungen zwischen lokalen Spins. Unterhalb einer Glasübergangstemperatur frieren magnetische Momente in einer metastabilen, nichtperiodischen Konfiguration ein. Das führt zu ausgeprägter Geschichteabhängigkeit, langsamer Relaxation und komplexen Energielandschaften. In der Werkstoffforschung dienen Spin-Gläser als Modell für ungeordnete Systeme und beeinflussen das Design magnetischer Speicher- und Sensorwerkstoffe.
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