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28.09.2016 (CEST)
Ausscheidung von Carbiden und Sekundärhärtung in Niobium-Titan-Schnellarbeitsstählen
Janusz Richter
Kurzfassung

Sekundärhärte die auf das Ausscheiden von Carbidteilchen zurückgeführt wird, ist ein charakteristisches Merkmal von Schnellarbeits-stählen (HSS-Stählen). Die am meisten vorherrschenden Arten von Carbiden, die für diesen Härtungseffekt verantwortlich zeichnen, sind MC- und M2C-Arten, wobei auch andere Arten (M6C, M3C, M23C6) genannt sind. Diese liegen typischerweise im Größenbereich von 5–30 nm, besitzen eine lang gestreckte Form und erreichen 3% Volumenanteil. Bei dem untersuchten Niobium-Titan-HSS-Stahl wurde festgestellt, dass verhältnismäßig große M23C6-Carbidteil-chen für eine Sekundärhärte mit dem zweifachen Wert sorgen, der in technischen Sorten anzutreffen ist, die in herkömmlicher Weise oder mit der Pulvermetallurgie hergestellt werden. Die höhere Effektivität der M23C6-Carbide wurde auf deren höheren Volumenanteil (annähernd 5%) und ihre günstige plättchenartige Form zurückgeführt. Es wird die Rolle der car-bid bildenden Elemente bei der Kristallisierung und dem Anlassen der experimentellen Stähle erläutert.

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Janusz Richter (2009). Carbides Precipitation and Secondary Hardening in Niobium-Titanium High-Speed Steels. Practical Metallography: Vol. 46, No. 1, pp. 24-32. doi: 10.3139/147.110002 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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