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23.01.2017 (CET)
Systematik der Schadensanalyse am Beispiel von Profildrahtbrüchen im Tragseil einer Seilbahnanlage
R. E. Koller, G. Piskoty und M. Zgraggen

Seilbahnanlagen werden überwiegend in Alpenräumen zum Personen- und Materialtransport eingesetzt. Deren Komponenten unterliegen im Betrieb neben Umwelteinflüssen auch statischen und dynamischen Beanspruchungen. Bauteilversagen kann auch mit Berücksichtigung von Normen, Messungen, experimentellen Versuchen, periodischen Inspektionen und Wartung nie ganz ausgeschlossen werden. Daher werden Schadensfälle − wie in anderen Bereichen − zur Prävention und Erhöhung der Sicherheit auch in der Seilbahnbranche durch systematische Analysen abgeklärt.

Anhand eines spektakulären Ereignisses im Jahre 2004, bei dem während des Betriebes alle außen liegenden Profildrähte eines Tragseils einer 100-Personen-Pendelbahn brachen, wird die Vorgehensweise zur Abklärung der für das Versagen verantwortlichen Ursachen vorgestellt.

Wesentliche Schritte dabei sind eine sorgfältige, vorsorgliche Beweissicherung, detaillierte Untersuchungen an den schadhaften Komponenten, Abklärungen zur Betriebsgeschichte der Anlage sowie letztlich eine durch Untersuchungsbefunde gestützte Identifizierung eines wahrscheinlichen Schädigungsprozesses.

Mit Fokus auf die Schadensprävention fließen die Erkenntnisse derartiger Abklärungen schliesslich in Empfehlungen hinsichtlich Überprüfung und Konstruktion weiterer Anlagen, Betrieb, Wartung und Inspektionen ein.

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R. E. Koller, G. Piskoty, and M. Zgraggen (2016). Scheme of the Failure Analysis Taking the Example of Profile Wire Breaks in the Support Cable of a Cable Car System. Practical Metallography: Vol. 53, No. 12, pp. 798-810. © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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