Zelluläre Automaten sind diskrete, gitterbasierte Rechenmodelle, in denen jede Zelle ihren Zustand nach lokalen Übergangsregeln aktualisiert. In der Werkstoffwissenschaft werden sie zur Simulation von Mikrostrukturentwicklung eingesetzt, z.B. Kornwachstum, Rekristallisation, Phasenumwandlungen und Dendritenwachstum. Sie ermöglichen effiziente, mesoskalige Beschreibungen komplexer Wechselwirkungen bei begrenztem Rechenaufwand und dienen der Kopplung mit Kontinuums‑ und Phasenfeldmodellen.
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