
Der Cu-Gusskuchen aus Velem enthält etwa 10 Gew.% Sb, 4,5 Gew.% As, 1,2 Gew.% S und Ag sowie weitere Spurenelemente unter 0,2 Gew.%. Aufgrund eines Cu2S Bandes, das sich über nahezu die gesamte Breite des Gusskuchens zieht, kann geschlossen werden, dass dieser durch die Reaktion von geschmolzenem Cu mit Antimonit (Sb2S3) entstanden ist. Auffällig war, dass die erzeugte Schnittfläche nicht kupferfarben, sondern silbrig war, was aber durch den hohen Sb-Gehalt erklärt werden kann. Die metallographischen Untersuchungen zeigten einen sehr inhomogenen Gefügeaufbau des Gusskuchens. Große Bereiche bestehen aus dendritisch erstarrtem Cu und in den interdendritischen Bereichen findet man Mischungen von unterschiedlichen Phasen der Elemente Cu-Sb-As-S.
Haubner, R. and Strobl, S.. "Microstructure of an extraordinary Bronze Age copper ingot with a high antimony content" Practical Metallography, vol. 59, no. 12, 2022, pp. 732-748. https://doi.org/10.1515/pm-2022-1004 © 2022 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston, Germany
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