Die materialographische Untersuchung der Anodenmaterialien von Lithium-Ionen-Akkumulatoren ist ein wesentlicher Schritt für Verständnis und Weiterentwicklung von Elektrodenwerkstoffen, wird jedoch durch die hohe Reaktivität der Materialien dramatisch erschwert. In der vorliegenden Arbeit wird eine Methode vorgestellt, die eine materialographische Präparation der heutzutage in Lithium-Ionen-Akkumulatoren als Anodenwerkstoff eingesetzten Lithium-Kohlenstoff-Einlagerungsverbindungen und eine Kontrastierung des Gefüges dieser Legierungen ermöglicht. Nach klassischer, aber absolut wasserfreier Präparation unter Schutzgas wurde als finaler Bearbeitungsschritt sowohl Ionenstrahlpolitur als auch eine Politur von Hand auf ruhender Polierscheibe angewandt, wobei keine wesentlichen Unterschiede in der Qualität der Gefügebilder festgestellt werden konnten.