Die Massenspektrometrie ist eine analytische Methode, welche in der Werkstofftechnik und verwandten Gebieten zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung und der Struktur von Materialien verwendet wird. Bei diesem Verfahren werden Moleküle oder Atome ionisiert und anschließend nach ihrem Masse-zu-Ladungs-Verhältnis (mass-to-charge ratio, m/z) getrennt. Durch die genaue Bestimmung der Masse können selbst geringfügige Abweichungen in der Zusammensetzung erkannt werden.
Ein besonderer Vorteil der Massenspektrometrie liegt in ihrer hohen Empfindlichkeit und Selektivität. So kommen verschiedene Methoden wie die Induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS), die Isotopenverdünnung-Massenspektrometrie oder auch der Einsatz von Multi-Collector-Systemen (MC-ICP-MS) zum Einsatz. Diese Techniken erlauben die Analyse von Spurenelementen und Isotopenverhältnissen, was gerade in der Qualitätskontrolle und in der Materialforschung von großer Bedeutung ist.
Darüber hinaus findet die Massenspektrometrie Anwendung in der Untersuchung von Legierungen, keramischen Materialien und anderen komplexen Werkstoffen. Ihre Fähigkeit, sowohl organische als auch anorganische Stoffe zu analysieren, eröffnet vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Auch technische Entwicklungen, wie der Einsatz von Quadrupol-Massenspektrometern, erweitern laufend das Anwendungsspektrum dieser Methode, indem sie schnelle und zuverlässige Analysen unter verschiedenen Bedingungen ermöglichen.
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