| Kurzfassung |
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Mit Monofilamenten verstärkte Metalle (MFRMs) werden als Werkstoffe für Hochtemperatur-Wärmeableitvorrichtungen zur Anwendung in Kernfusionsreaktorsystemen entwickelt. In diesen Verbundwerkstoffen sind die hohe Wärmeleitfähigkeit (TC) einer Cu-Matrix mit der niedrigen Wärmedehnung (CTE) von SiC- oder W-Monofilamenten kombiniert. Durch den CTE-Unterschied zwischen Matrix und Verstärkung kommt es unter Betriebsbedingungen zu hohen Mikrospannungen. Infolge der spannungsinduzierten thermischen Ermüdung, wie z.B. Delamination an den Grenzflächen und Faser/Matrix-Schäden, verschlechtert sich das Wärmeverhalten dieser Verbundmaterialien. Zur Verbesserung der Haftfestigkeit und Erhöhung der Langzeitstabilität werden verschiedene Grenzflächenkonstruktionen für SiC- sowie W-Monofilamente entwickelt. An verschiedenen MFRMs wurden die herkömmliche Röntgentomografie sowie die Synchrotrontomographie angewandt, um die thermische Ermüdungsschädigung und ihre Ausbreitung vor, während und nach der Temperaturwechselbeanspruchung zu charakterisieren.
M. Schöbel, H.P. Degischer, A. Brendel, B. Harrer, and M. Di Michiel (2012). 3D Characterization of Thermal Fatigue Damage in Monofilament Reinforced Copper for Heat Sink Applications in Fusion Reactor Systems. Practical Metallography: Vol. 49, No. 5, pp. 278-289. doi: 10.3139/147.110139 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X
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