Spannungsrelaxation

Spannungsrelaxation bezeichnet den zeitabhängigen Abbau einer angelegten Spannung bei konstanter Dehnung infolge viskoelastischer oder viskoplastischer Deformation und mikrostruktureller Umordnung. In Metallen, Polymeren und Gläsern wird sie durch Diffusion, Versetzungsbewegung, Kettensegmentmobilität oder Kriechen bestimmt. Werkstoffwissenschaftlich ist sie relevant für Langzeitverformung, Restspannungsabbau, Löt- und Klebverbindungen sowie Hochtemperaturanwendungen.

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