Glasbildungsfähigkeit

Glasbildungsfähigkeit beschreibt die Tendenz einer Schmelze, beim Abkühlen ohne Kristallisation in einen amorphen Zustand überzugehen. Sie wird durch kritische Abkühlrate, Zusammensetzungsraum und Stabilität der unterkühlten Schmelze charakterisiert. Hohe Glasbildungsfähigkeit findet sich in komplexen Legierungen (Bulk-Metallgläser) und bestimmten Oxid- oder Chalkogenidsystemen. Sie hängt von Diffusionskinetik, thermodynamischer Triebkraft zur Kristallisation und chemischer Kurzordnung ab.

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