Korngrenzensegregation bezeichnet die anreicherungsbedingte chemische Inhomogenität an Korngrenzen infolge von Differenzen in Löslichkeit, Bindungsenergie und Diffusionskinetik. Sie kann Versprödung (z.B. Phosphor in Stählen), Korrosionsneigung oder Phasenausscheidungen an Grenzflächen fördern, aber auch zielgerichtet zur Grenzflächenstabilisierung genutzt werden. Analysiert wird sie mittels Atomsondentomographie, STEM-EDS/EELS oder Auger-Spektroskopie und durch thermodynamische Modelle beschrieben.
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