Kriechverformung ist die zeitabhängige, überwiegend plastische Deformation von Werkstoffen unter konstanter Spannung, typischerweise bei hohen homologen Temperaturen (T > 0,4–0,5 Tm). Sie wird durch Diffusion, Versetzungsbewegung und Kornrandgleiten gesteuert und in primäres, sekundäres (stationäres) und tertiäres Kriechen unterteilt. Kriechverhalten wird durch Spannungsniveau, Mikrostruktur (Korngröße, Ausscheidungen) und Umgebungsmedium bestimmt und ist für Turbinen, Reaktoren und Lote sicherheitskritisch.
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