Anisotrope mechanische Eigenschaften beschreiben richtungsabhängiges Werkstoffverhalten, etwa unterschiedliche Elastizitätsmoduln, Fließgrenzen oder Bruchzähigkeiten entlang verschiedener Kristallrichtungen oder Texturen. Sie resultieren aus kristallographischer Symmetrie, Orientierung von Körnern, Fasern oder Poren und prozessinduzierter Mikrostruktur. In der Materialwissenschaft werden anisotrope Konstitutivmodelle, Orientierungsverteilungsfunktionen und Mehrskalenansätze eingesetzt, um Verformung, Rissausbreitung und Lebensdauer vorhersagegenau zu beschreiben.
© 2026