Der Begriff automotive umfasst alle werkstoff- und fertigungstechnischen Aspekte, die mit der Entwicklung und Produktion von Straßenfahrzeugen verbunden sind. Im Fokus stehen strukturelle und funktionale Werkstoffe für Karosserie, Fahrwerk, Antriebsstrang, Fahrzeuginnenräume sowie elektronische Systeme.
Ein zentrales Thema ist die Gewichtseinsparung bei gleichzeitig hoher Crashsicherheit. Dies führt zur breitgefächerten Nutzung hoch- und höchstfester Stähle, Aluminium- und Magnesiumlegierungen, Faserverbundwerkstoffe (z. B. CFK, GFK) sowie hybrider Leichtbaukonzepte (Metall–Kunststoff-Verbunde). Werkstoffauswahl und -auslegung werden durch Betriebsbelastungen, Umgebungsbedingungen, Korrosionsanforderungen und Herstellbarkeit bestimmt.
Thermische und tribologische Beanspruchungen in Motor, Getriebe und Bremssystemen erfordern verschleiß- und temperaturbeständige Werkstoffe und Oberflächen, etwa durch Randschichthärtung, Beschichtungen oder Funktionsschichten. Gleichzeitig gewinnen energieeffiziente Fertigungsverfahren, Fügetechniken (Widerstandspunktschweißen, Laserfügen, Kleben, mechanisches Fügen) und recyclinggerechtes Design an Bedeutung.
Elektrifizierung und automatisiertes Fahren erweitern das Spektrum um Batteriematerialien, Leistungselektronik, Sensorik sowie flammhemmende und elektromagnetisch abschirmende Polymere. Damit ist der automotive Bereich ein hochintegriertes Feld, in dem Werkstoffentwicklung, Bauteilauslegung, Prozesstechnik und Lebensdauermanagement eng verknüpft sind.
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