Versetzungsgleiten ist die kristallplastische Verformung infolge der Bewegung von Versetzungen entlang spezifischer Gleitsysteme. Es ermöglicht plastische Dehnung bei vergleichsweise niedrigen Schubspannungen gegenüber idealer Scherung. In der Werkstoffwissenschaft erklärt es Fließspannung, Kaltverfestigung, Kriechen und Texturentwicklung. Gleiten wird durch Temperatur, Stapelfehlerenergie, Legierung, Hindernisse wie Ausscheidungen oder Korngrenzen und äußere Spannungszustände gesteuert.
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