Antiferroelektrizität beschreibt einen Ordnungszustand in dielektrischen Kristallen, in dem elektrische Dipole benachbarter Gitterzellen antiparallel ausgerichtet sind, sodass die makroskopische Polarisation verschwindet. Unter einem äußeren Feld können feldinduzierte Phasenübergänge zu ferroelektrischen Zuständen auftreten, was charakteristische Doppelhystereseschleifen erzeugt. In der Werkstoffwissenschaft sind antiferroelektrische Oxide relevant für energieeffiziente Aktoren, Energiespeicher mit hoher Leistungsdichte und nichtflüchtige Speicherkonzepte.
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