Defektchemie untersucht Art, Konzentration und Wechselwirkung von Punktdefekten (Leerstellen, Zwischengitteratome, Substitutionsatome, Ladungsträgern) in Kristallen. Sie beschreibt deren Abhängigkeit von Temperatur, Sauerstoffpartialdruck und Dotierung sowie deren Einfluss auf Leitfähigkeit, Diffusion, Phasengleichgewichte und Alterung. In keramischen und oxidischen Werkstoffen ist sie Grundlage für das Verständnis von Ionenleitern, Katalysatoren und Ferroiken.
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