Kristallgitterdehnung bezeichnet die relative Änderung der Gitterparameter eines Kristalls gegenüber einem spannungsfreien Referenzzustand. Sie entsteht durch äußere mechanische Spannungen, Eigenspannungen, Punkt‑ und Versetzungsdefekte, chemische Substitution oder Phasenumwandlungen. Gitterdehnung kann elastisch oder plastisch sein, anisotrop auftreten und führt zu Verschiebungen und Verbreiterungen von Beugungsmaxima. Sie beeinflusst mechanische Eigenschaften wie Elastizitätsmodul, Streckgrenze und Bruchverhalten wesentlich.
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