Kirkendall-Porosität entsteht bei diffusiongesteuerten Phasenumwandlungen, wenn unterschiedliche Eigen-Diffusionskoeffizienten zu einem Nettofluss von Leerstellen führen. Agglomerierende Leerstellen bilden Poren an Grenzflächen oder im Volumen. In Legierungen und Diffusionspaaren beeinflusst dies Dichte, mechanische Integrität und Diffusionskinetik und kann zu Versprödung oder Versagen führen, wird aber gezielt zur Poren- und Hohlstrukturerzeugung in Nanomaterialien und Katalysatorträgern genutzt.
© 2026