
Werkstoffwoche ist wieder angesagt, meine Damen und Herren, unsere Gemeinschaftsveranstaltung, die wir 1996 in Stuttgart zusammen mit der DKG und der VDI-Gesellschaft Werkstofftechnik aus der Taufe gehoben haben. Ausgangspunkt dabei war die Überlegung, die Werkstoffwoche als gemeinsame Jahrestagung unserer drei Gesellschaften zu etablieren. Viele unserer Mitglieder hatten damals zwei oder gar drei Jahrestagungen besucht, um ihre Nähe zu mehreren Gesellschaft zu demonstrieren, und nahmen das Konzept dankbar auf.
Thematisch wurde die Werkstoffwoche damit offensichtlich zur Breitbandveranstaltung. Auf jeden Fall gab der umfassende fachliche Rahmen den Fachleuten die Chance, auch Kollegen aus Nachbargebieten zu treffen. 1200 Teilnehmer im Jahr 1996 in Stuttgart waren gleich zu Beginn ein eindrucksvoller Erfolg. 1998 erhöhte sich die Teilnehmerzahl sogar weiter auf 1500.
Gleichzeitig wurde mit der Messe München ein sehr potenter Messepartner für unser Projekt gewonnen, der uns großzügige Bedingungen vertraglich garantierte und mit der begleitenden „Show“ MATERIALICA für willkommenes „Anschauungsmaterial“ sorgte. 1999 bot es sich an, die EUROMAT an die Stelle der Werkstoffwoche zu setzen. Im Grunde hat die EUROMAT das gleiche Breitbandkonzept, nur ist sie eben europäisch und damit zwangsläufig englischsprachig ausgerichtet. Das passte gut, und auch hier gab uns das Ergebnis mit 2100 Teilnehmern aus 57 Ländern Recht.
Es war klar, dass nach diesem Erfolg auf internationaler Ebene sehr schnell die Idee aufkam, die Werkstoffwoche nunmehr als europäische Veranstaltung Materials Week fortzuführen. In den Folgejahren konnten zwar die Teilnehmerzahlen der EUROMAT 99 nicht wieder erreicht werden. Aber wer hätte 1996 bei der Gründung gedacht, dass sich dieses ehrgeizige Projekt auf einem Niveau von über 800 Beiträgen und 1500 Teilnehmern bewegen würde? Das hat uns Anerkennung in der ganzen Welt gebracht.
Wir konnten aber offenbar etwa die Hälfte der deutschsprachigen Teilnehmerschaft aus dem Jahre 1998 nicht wieder für die Teilnahme gewinnen. Im gleichen Zug hatten wir den Anschluss an unsere Mitglieder verloren: Immer weniger klassische Hauptversammlungsbesucher kamen nach München. Es hieß, das läge auch an dem unpersönlichen Rahmen, den das weitläufige Kongresszentrum der Messe München mit sich brachte.
Wir rückten daher den DGM-Tag, den wir jeweils an einem unserer zahlreichen „Standorte“ veranstalten, stärker in den Mittelpunkt, um den gesellschaftlichen Teil der früheren Hauptversammlung in einem familiäreren Rahmen zu inszenieren. In diesem Jahr findet die Werkstoffwoche erneut in Deutsch statt und sie geht dem DGM-Tag unmittelbar voraus. Alles in allem bekommt die Veranstaltung dadurch irgendwie Hauptversammlungsformat.
Auch fachlich hat die Werkstoffwoche diesmal starken DGM-Charakter, z. B. sind Materialcharakterisierung, Umwandlung, Simulation sehr dominant. Da die Themengebiete nicht so breit angelegt sind, können wir uns mit 8 Parallelen auf einen überschaubaren Bereich des Messe-Kongresszentrums beschränken. Es wird also richtig intim.
Liebe Mitglieder, kann es jetzt noch einen Grund geben, nicht nach München zu kommen? Gehen Sie online (www.materialsweek.org), informieren Sie sich genauer und melden Sie sich an. Als Mitglied erhalten Sie sogar einen Rabatt. Machen Sie die diesjährige Werkstoffwoche wieder zu einem großen gesellschaftlichen und fachlichen Ereignis, wie zu guten alten Hauptversammlungszeiten.
Ihr
Peter Paul Schepp
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