Der Eindrückgrößeneffekt beschreibt die beobachtete Abhängigkeit der gemessenen Härte vom Indentermaßstab, typischerweise steigende Härte bei abnehmender Eindringtiefe. Er wird auf spannungsgradiente Versetzungsnukleation (geometrisch notwendige Versetzungen), Oberflächeneinflüsse und Maßstabseffekte der Plastizität zurückgeführt. In der Werkstoffcharakterisierung ist seine Berücksichtigung essenziell für die korrekte Interpretation von Mikro- und Nanoindentationsergebnissen.
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