Kristallographische Texturen beschreiben die statistische Vorzugsorientierung von Körnern in polykristallinen Werkstoffen. Sie entstehen durch Umformprozesse, Phasenumwandlungen oder Erstarrung und werden durch Orientierungsverteilungsfunktionen charakterisiert. Texturen beeinflussen elastische, plastische, magnetische und anisotrope Transporteigenschaften. In der Werkstoffwissenschaft werden sie mittels Röntgen‑, Neutronen- oder Elektronenbeugung (EBSD) gemessen und durch Prozessführung gezielt eingestellt, um beispielsweise Tiefziehbarkeit oder richtungsabhängige Festigkeit zu optimieren.
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