
Liebe Leserin, lieber Leser,
„Wir arbeiten daran, besonders leichte, metallische Werkstoffe noch fester zu machen.“ So kann man dem Laien gut erklären, worum es in unserem Sonderforschungsbereich SFB 692 geht.
Der vollständige Titel des SFBs, „Hochfeste aluminiumbasierte Leichtbauwerkstoffe für Sicherheitsbauteile“, erklärt dem Experten nicht nur, warum wir häufig die Abkürzung HALS verwenden. Er macht auch deutlich, wo die Forschungsschwerpunkte des SFBs liegen. Es geht um die Entwicklung, Herstellung und Charakterisierung sowie um den konkreten Einsatz neuer Leichtbauwerkstoffe in sicherheitsrelevanten Anwendungen. Damit einher gehen hohe Anforderungen an mechanische Eigenschaften und Zuverlässigkeit, die entlang der gesamten Prozesskette und über den gesamten Produktlebenszyklus erfüllt werden müssen.
So ergeben sich für unsere Teilprojekte und die darin aktiv beschäftigten wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spannende und herausfordernde Aufgabenstellungen. Vor allem aber bietet uns der SFB die wunderbare Gelegenheit, interessante Forschung durchzuführen. Sie reicht von metallkundlichen Grundlagen bis zur ingenieurwissenschaftlichen Betrachtung potenzieller Anwendungsmöglichkeiten und zum tatsächlichen Wissenstransfer in die industrielle Praxis. Damit leisten wir zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Seit Beginn der dritten Förderperiode unseres SFBs im Januar 2014 darf ich dieses Forschungsvorhaben, eines der größten an unserer TU Chemnitz, gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen, den Professoren Ihlemann, Lampke und Mayr, sowie der SFB-Geschäftsführerin, Frau Dipl.-Ing. Stephanie Frint, als Sprecher leiten. Diese Aufgabe habe ich übernommen, nachdem der bisherige Sprecher, Prof. Bernhard Wielage, in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.
Gerade in der letzten Förderperiode des SFB 692 betrachten wir es als zentrale Aufgabe, die Sichtbarkeit der erzielten Ergebnisse national und international zu erhöhen. Insbesondere auf nationaler Ebene ist es wichtig, neben der Fachwelt gleichermaßen auch ein breiteres Publikum zu erreichen. Umso erfreulicher ist es, dass wir mit diesem Sonderband der Reihe DGM dIALOG auch eine gewisse Vorreiterrolle übernehmen und unseren großzügig durch die DFG geförderten SFB als einen der ersten Werkstoff-SFBs in diesem Format zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus der Wissenschaft, aus Fachverbänden und aus der Industrie präsentieren können.
Die in diesem Band gesammelten Informationen sollen Ihnen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit einer gewissen fachlichen Tiefe, einen Überblick über die Forschungsansätze und über ausgewählte Ergebnisse aus unseren Teilprojekten vermitteln. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, alle Teilprojektleiter sowie die gesamte SFB-Leitung stehen Ihnen selbstverständlich gern als Ansprechpartner für weitergehende Fragen zur Verfügung.
Wir laden Sie herzlich ein, sich intensiv mit unserem SFB und unseren Forschungsthemen auseinanderzusetzen.
Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht Ihnen
Martin Franz-Xaver Wagner
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