Dilatometrie ist die hochauflösende Messung dimensionsbezogener Längen- oder Volumenänderungen eines Werkstoffs in Abhängigkeit von Temperatur oder Zeit. Sie dient zur Bestimmung thermischer Ausdehnungskoeffizienten, Phasentransformationen, Sinterkinetik, Glasübergang und Relaxationsprozessen. In der Werkstoffwissenschaft ermöglicht sie die Korrelation von Mikrostrukturänderungen mit Transformationskinetik und Eigenspannungsaufbau, etwa bei Stählen, Keramiken, Gläsern und Polymersystemen.
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