Schadenstoleranz bezeichnet die Fähigkeit eines Werkstoffs oder Bauteils, vorhandene Risse oder Defekte ohne sofortigen Versagen zu ertragen. Sie basiert auf Bruchmechanik, Risswachstumsgesetzen (z. B. Paris-Gesetz) und Kennwerten wie Bruchzähigkeit (K_IC), Risswiderstandskurven (R-Kurven) und Ermüdungsrisswachstumsraten. Schadenstoleranzkonzepte erlauben lebensdauerorientierte Auslegung, Inspektionsintervalle und Sicherheitsbewertung sicherheitskritischer Strukturen.
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