Korngrenzen mit geringem Winkel besitzen eine Fehlorientierung < ~10–15° und lassen sich als regelmäßige Anordnung von Versetzungen beschreiben. Ihr Energiegehalt und ihre Diffusions‑ sowie Segregationstendenz sind deutlich geringer als bei Hochwinkelkorngrenzen. Sie wirken schwächer als Barrieren für Versetzungsbewegung und beeinflussen daher Fließspannung, Rekristallisation und Kriechverhalten anders als Hochwinkelgrenzen.
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